Seitensprung.org im Fake-Check - Bestanden, aber...Heute schauen wir uns mal einen der etablierten und bekannten Anbieter für Seitensprünge etwas genauer an: Seitensprung.org, das auf die Mitgliederbasis des Anbieters „FirstAffair“ zurückgreift.

Ein wenig erinnert die Homepage an die des Darmstädter Anbieters „Lovepoint„: Der separate Eingang für Frauen und Männer, hinter dem sich speziell zugeschnittene Angebote und Preise finden wirkt vertraut. Und auch ähnlich positiv ist der Eindruck: Kaum Fakes, wenig Mitglieder die sich hinter falschen Fotos verstecken und ein gut funktionierender Service. Aufgrund der hohen Mitgliederzahl und der aktiven Community muss man schon selbst aktiv werden, wenn man Erfolg haben möchte. Wenn man das aber berücksichtigt, ist FirstAffair (Seitensprung.org) ein erfolgreiches Pflaster zur Kontaktaufnahme.

Viele Mitglieder sind Singles auf der Suche nach einer lockeren Bekanntschaft (Casual-Dating) – Wenn Sie auf der Suche nach einem Seitensprung sind und dabei Bestehendes nicht gefährden wollen, sollten Sie auf den angegebenen Familienstand und den Partnerwunsch achten!

Die Basis-Mitgliedschaft bei Seitensprung.org ist auch für Männer kostenfrei – Erst wenn Sie Kontakt aufnehmen möchten, wird ein vergleichsweise geringer Mitgliedsbeitrag fällig.

Direkt zur Webseite: http://www.seitensprung.org

Aber der Reihe nach: Die detaillierten Ergebnisse für Seitensprung.org:

Der erste Eindruck nach unserer „Check-Liste“ ist durchaus positiv:
Das Angebot verzichtet vollständig auf aufreizende Aufmacher und der Betreiber der eigentlichen Seitensprung-Börse hat seinen Unternehmenssitz in Berlin.

Die Preise für die Seitensprung-Börse sind auch im öffentlich sichtbaren Teil problemlos abrufbar: z.B. unter http://www.seitensprung.org/preise_und_leistungen_mann.html
So sollte es immer sein: Dann muss man nicht die Katze im Sack kaufen, sondern weiss vorher schon welche Kosten auf einen zukommen können, falls man sich für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft entscheidet.

AGB und formale Anforderungen

Die AGBs sind nicht direkt über die Startseite einsehbar sondern werden erst sichtbar, wenn man auf einen der überall auf der Seite vorhandenen „Jetzt kostenlos anmelden“ Knöpfe klickt: Im unteren Teil des Anmeldebereiches ist der Link zu den AGB.

Die AGB sind fair und durchaus Kundenfreundlich ausgestaltet. Eher witzig ist der Passus, in dem das Hinterlegen von

(…) sexuell ausgerichtetem, sexistischem, frivolem, (…)

Material untersagt wird. Wahrscheinlich sollen mit dieser Bestimmung eventuelle Belästigungen verhindert werden.

Besonders erfreulich ist, dass die Texte der allgemeinen Geschäftsbedingungen lesbar und auch für normalsterbliche Menschen ohne Jurastudium verständlich sind.

In Artikel 4 findet sich der aus Nutzersicht besonders wichtige Absatz:

4. Beendigung des Vertrags

Der Kunde kann den Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Frist und aus jedem Grund und ohne Erläuterung beenden. Die Beendigung wird ebenfalls mit einem Klick bestätigt.

Also keine Probleme mit Kündigungen – Das geht hier ganz einfach im Kundenbereich.
Beachten Sie nur eventuelle Kündigungsfristen bezüglich der Premium-Mitgliedschaften. Insgesamt, bis hierher: Vorbildlich!

In Bezug auf unseren Fake-Check enthalten die Geschäftsbedingungen auch kein Hintertürchen für den Betreiber, denn von Animation oder „Erwachsenenunterhaltung“ ist nirgendwo die Rede.

Die Formalien stimmen also: Note „Gut“ für den bürokratischen Teil.

Die Anmeldung und der Service

Die Anmeldung geht recht flott von der Hand: Da müssen keine seitenlangen Psycho-Fragebögen ausgefüllt werden.
Man weiss, worum es geht – Dabei kommt es nicht auf die Lieblingsfarbe und sonstiges psychologisches Tingel-Tangel an.

Zunächst suchen Sie sich ein Pseudonym und ein Passwort aus, geben Ihre E-Mailadresse an und bestätigen die AGB.
Tipp: Bei der Pseudonym-Auswahl sollten Sie sich übrigens – besonders als Frau – etwas Zurückhaltung auferlegen: Zweideutige Spitznamen provozieren schnell unqualifizierte Zuschriften.
Auch bei der E-Mailadresse gilt: Legen Sie sich eine anonyme Mailadresse bei einem Webmailer wie Web.de, GMX oder Googlemail an und entscheiden Sie später, wie Sie mit Interessenten in Kontakt treten.

Im ganzen dauert die Anmeldung vier kurze Bildschirmseiten, bei denen neben den „Grunddaten“ wie eigenes Geschlecht und Partnerwunsch auch auf sexuelle Vorlieben eingegangen wird ohne dabei die Grenzen des guten Geschmacks zu verletzen.
Alles sehr einfach und simpel: Die Anmeldung ist in wenigen Minuten gemacht – Wichtige Teile wie z.B. der Profiltext und die Abneigungen und Wünsche kann man später hinzufügen, diese werden vom Support sowieso erst manuell geprüft und später freigeschaltet.
Dabei ist der Support von Firstaffair relativ streng gegenüber anzüglichen Texten – Es ist auch der Erfolgsrate wegen besser, sich einigermassen gewählt auszudrücken. Obwohl alle wissen, warum sie dort sind: Mit der Tür ins Haus fallen, kommt auch bei Seitensprung.org schlecht an!

Während der Anmeldung erhält man einen Freischalt-Code an die angegebene E-Mailadresse. Beim ersten einloggen muss man diesen angeben um in den Mitgliederbereich zu gelangen. Sehr gut gelöst: Das ist sicherer als die Bestätigungsklick-Lösung, denn ohne Kenntnis von Pseudonym und Passwort und Freischalt-Code kann man sich nicht bei First-Affair anmelden. Das ist eine sehr effektive Hürde für FAKE-AnmelderInnen!

Der erste Eindruck

Seitensprung.org präsentiert sich im Mitgliederbereich wie eine normale Singlebörse. Sie können Ihre gewünschtes Partnerprofil abspeichern und haben so immer schnellen Zugriff auf die aktuellen Suchergebnisse. Dabei ist die Umgebungssuche schön gelöst: Innerhalb eines frei wählbaren Umkreises um eine Postleitzahl können Sie gezielt nach genau passenden Kontakten suchen.
Die Profile werden jeweils in einem neuen Fenster als Popup geöffnet, auf die detaillierten Angaben erhält man über Karteireiter Zugriff. Die Darstellung der Profile ist seriös ohne dabei prüde zu wirken. Fotos können entweder für alle Mitglieder oder nur für „Vertrauenspersonen“ sichtbar geschaltet werden. Das ermöglicht es Ihnen so anonym wie gewünscht zu bleiben.

Die Kontakte laufen entweder über den internen Briefkasten, einen kostenlosen Cam-Chat oder über eine anonyme Telefonkonferenz. Besonders der letztere Weg ist interessant, wenn Sie sich für Ihre Seitensprung Kontakte kein zweites Handy zulegen möchten, kostet aber eine Nutzungsgebühr.

Der Fake-Check

Der erste Fake-Check ist unauffällig – Das ist erstaunlich für eine Casual-Sex Seite, bei der Frauen sich kostenlos anmelden können.
Aber anscheinend gibt es eine Reihe von Filtern die schon vor der erfolgreichen Anmeldung verhindern, dass sich bekannte Scammer oder Spammer auf FirstAffair anmelden können. Auch scheint der von Hand einzutippende Überprüfungscode, den man zum Beginn der Anmeldung erhält durchaus einen dämpfenden Einfluss auf ausländische Romance-Scammer zu haben. Von denen haben wir beim Test nämlich praktisch keine gefunden – und wenn ein verdächtiges Profil zu sehen war, verschwand es kurze Zeit später wieder. Der Support geht aktiv und schnell gegen diese Art Fakes vor!

Der sehr praktische Google-Images Fakes Check, bei dem Profilfotos gegen die Google Bildersuche abgeglichen werden, fördert hingegen den einen oder anderen Treffer zu Tage.
Aber anders als man zunächst denken könnte, handelt es sich hierbei nicht um „gewerbliche Animierdamen“ – Die Erklärung ist viel simpler: Es gibt eine Reihe von Männern und Frauen, die sich aus dem Internet ein „passendes“ Foto heraus kopieren und es dann als „eigenes“ Profilfoto verwenden. Das dass spätestens bei ersten Treffen zu einem langen Gesicht führen könnte, überlegen die Damen und Herren zunächst nicht, wissen aber, dass Profile mit Fotos eine viel höhere Antwort-Rate haben und versuchen so einen Konkurrenz-Vorteil zu erlangen. Diese „Fake-Profile“ sind aber eher harmlos: Bei unseren Tests meldeten sich, wenn überhaupt, echte User des Portals und gaben die „kleine Täuschung“ auch recht schnell zu. Einen gewerblichen Kontaktversuch verzeichneten wir ein einziges Mal in einem Monat Mitgliedschaft – und als wir diesen melden wollten, war das Profil bereits schon vom Support deaktiviert!

Fazit: Kaum Fakes, Fake-Test bestanden! Aber…

Seitensprung.org oder FirstAffair ist ein sehr gutes Revier um auf die Jagd nach einem Seitensprung oder einer Sex-Affäre zu gehen. Allerdings verwenden einige User(Innen) falsche Profilfotos, in der Hoffnung auf mehr Kontakte. Leider geht die Redaktion nicht vollständig gegen die Verwendung von falschen Fotos vor, dabei sind diese doch recht einfach zu enttarnen: Einfach das Profilbild auf die Google Bildersuche werfen und schauen, wo das Bild noch überall im Netz vorkommt.

Für den Seitensprung-Interessierten ist ausserdem zu beachten, dass dort eine nicht unerhebliche Anzahl Singles auf Sex-Suche unterwegs ist. Unser Tipp: Konzentrieren Sie Ihre Suche auf Profile mit „Vertrauens-Bild“. Das sind die Profile mit den unscharfen Fotos. Dort ist die Chance auf Kontakt und eine echte Affäre am grössten.

Und wenn Sie bis hierhin durchgehalten haben, sollten Sie sich einen Ruck geben und sich einfach mal kostenfrei anmelden. Sie werden sehen, dass es sich lohnt: Ein paar nette Anschreiben später, werden Sie sicher den einen oder anderen „netten“ Kontakt haben!

Ein Kommentar zu “Seitensprung.org (FirstAffair) im Fake-Test: Bestanden, aber…”

  1. […] das Casual-Dating Portal „Secret.de“ von Friendscout24 oder „FirstAffair“ aus Berlin vorerst noch die […]

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